Aus Spaß wurder Ernst
Bottrop. Weniger Konzerte und
fehlendes Engagement - die Bottroper Musikszene wirkt mittlerweile ein
wenig eingeschlafen. Doch die fünf Jungs von „For these Moments“ haben
vor, das zu ändern.
Die Band besteht aus den beiden
Gitarristen Jan Euler (19) und Michell Kolomak (20), dem 19-jährigen
Schlagzeuger Sebastian Schürger sowie dem Bassisten Hannes Jandewerth
und dem Sänger Philipp Bernhard, beide 20. Gemischt aus Dorsten,
Gladbeck und Bottrop, wollen die Fünf mit modernem Metalcore die hiesige
Musikszene mal wieder ordentlich durchrütteln. „Die Idee kam uns im
August 2010 zu dritt“, erzählt Philipp. „Wir wollten mal wieder Musik
machen, also war es am Anfang eher eine Spaßaktion!“ Doch aus dem Spaß
wurde schon bald ein ernstes Projekt.
Nach
einer ersten Findungsphase mit anderer Bandkonstellation kam im Februar
diesen Jahres dann der neue Gitarrist Michell mit ins Boot. „Es hat von
Anfang an gepasst“, erklärt Jan. „Seitdem Michell dabei ist, entwickeln
wir uns stetig weiter und arbeiten fleißig an unseren neuen Songs.“
Auch erste Konzerte vor rund 300 Leuten legten die Latte für die Jungs
von Anfang an ziemlich hoch. „Live-Spielen ist das Tollste und
Wichtigste für uns“, betont Sebastian. „Durch die Auftritte verkörpern
wir unsere Musik und sind jedes Mal mit vollem Einsatz dabei!“ Philipp
ist für die Texte bei „For these Moments“ zuständig. „Es geht meist um
Zwischenmenschliches. Ich verarbeite viel in den Texten, was sie
authentisch und echt macht. Das liegt uns wirklich am Herzen“, sagt er.
Den
Grundriss für die Musik legen Michell und Jan fest, am Feinschliff wird
dann mit allen Bandmitgliedern gearbeitet. „Es ist schon eine Art
Konzeptmusik“, erklärt Jan. „Es zieht sich ein roter Faden durch unsere
Musik, da wir eine Geschichte erzählen wollen!“ Momentan arbeiten die
Jungs an ihrer ersten EP, die Mitte Juni in einem professionellen Studio
aufgenommen wird. „Drei der Songs sind schon fertig“, erzählen die
Jungs stolz. „Wir verwenden viel Bildsprache und wollen, dass sich die
Leute in unsere Musik reindenken und sich wiederfinden, aber dennoch
ihren eigenen Interpretationsspielraum haben können!“
Die Band
legt zwar Wert auf ihr Publikum, würde sich aber nie verbiegen lassen.
„Wir wollen uns auf jeden Fall treu bleiben und würden uns nie jemandem
anpassen oder unsere Musik verändern.“
Es sind eindeutig
Vollblutmusiker, das merkt man ihnen an. „Wir sind kleine
Perfektionisten“, lacht Philipp. „Wir sind erst zufrieden wenn jeder
begeistert von einem Song ist und es genau passt!“ Auch das Bandklima
ist super. „Wir streiten uns nie“, betont Michell. „Wir verfolgen alle
ein Ziel und ziehen an einem Strang.“ Die Fünf sind eine Einheit und
auch bei den wöchentlichen Proben wird viel gescherzt, aber auch ernst
gearbeitet. „Bei uns passt ein Glied ins andere“, schmunzelt Jan. „Wir
gehen auch privat oft weg und sind gute Freunde. Wir haben uns gesucht
und gefunden!“
Neben der EP planen die Fünf auch Merchandise wie
T-Shirts. Noch sind sie eine „Self-made-Band“, wollen die fertige CD
aber auch an Agenturen und Labels schicken. „Natürlich träumen wir von
einem Plattenvertrag“, grinsen sie. „Aber das liegt noch in weiter
Ferne. Erst einmal wollen wir die Leute dazu bringen, wieder auf
Konzerte zu gehen und sich für unsere Musik zu begeistern!“